Stefanie Katrin Fehse

Mobile Art

Mobile Art – Hockneys Kunst auf Apple


200 iPad-Blumenbilder leuchten in Paris für „Fleur fraîches“ (Frische Blumen). Die Schau zeigt erstmals nur die direkt auf Displays produzierten Werke eines bekannten Künstlers.

Ist dies für Galeristen der erste Schritt in einen professionellen mobilen Kunstmarkt, in dem Werke bislang nur verschenkt werden?

Seit zwei Jahren malt David Hockney per App Bilder direkt auf iPhones und iPads – und verschenkt sie an Freunde. Denn er kann seine mobilen Miniaturen nur per MMS oder per E-Mail verschicken, weil ein Ausdruck ihnen die Leuchtkraft nimmt.
Eines seiner Aquarelle hingegen erzielte neulich auf einer Londoner Auktion den Höchstpreis von 1,3 Mio. Pfund. Erstmals werden nun die mobilen Arbeiten des 73-Jährigen, deren Stil an van Gogh erinnern, in Paris auf riesige Leinwände projiziert und auf hängenden iPads gezeigt.

Findet die Kunstgattung weitere Anhänger – und davon ist bei Apples Beliebtheit und Hockneys Bekanntheit auszugehen – werden Galerien und Auktionshäuser wohl bald nach neuen Ausstellungsformen der mobilen Miniaturen für ein breites Publikum suchen müssen. Ebenso nach sicheren mobilen Vertriebs- und Auktionswegen. Noch ist das Zukunft und noch fehlt den Werken ein eigener Begriff: Drucke, Gemälde oder Wallpaper sind seine leuchtenden Unikate jedenfalls nicht.

Bis 30.01.2011: Exposition à la Fondation Pierre Bergé – Yves Saint Laurent, Paris

Bild: fondation-pb-ysl.net

Quelle: Pressemitteilung/Stefanie Katrin Fehse
Bild: David Hockney, Fondation Pierre Bergé – Yves Saint Laurent

Autor: Stefanie Katrin Fehse