Matthias Hellmann

SIM-Karten Ampel

SIM-Karten Ernte in Johannesburg


Kleinkriminelle haben in Johannesburg eine neue Methode gefunden, der südafrikanischen Hauptstadt großen Schaden zuzufügen. Sie „ernten“ SIM-Karten aus Verkehrsampeln und sorgen so für großes Verkehrschaos.

Die SIM-Karten, die eigentlich dazu dienen mittels GPRS-Verbindung automatisch über Fehlfunktionen der Ampeln zu informieren, werden nun für kostenlose, unbegrenzte und anonyme Telefonate genutzt.

Anscheinend gibt es unbekannte „Erntehelfer“ aus eigenen Reihen, denn es werden nur die Ampeln abgeerntet, die mit SIM-Karten versehen sind. Die Ampeln sind aber äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden. Es liegt also der Verdacht nahe, dass die Jungs über ausreichend Insiderwissen verfügen.

Das System wurde auf die Beine gestellt, um eine funktionierende Überwachung der Verkehrs-Infrastruktur auch ohne dauerhafte menschliche Überwachung zu garantieren.

Da bereits jetzt knapp die Hälfte der SIM-Karten entwendet wurde, häufen sich Staus und Unfälle. Der Schaden aufgrund der abgeernteten Ampeln wird aktuell bereits auf ca. 900.000€ geschätzt.

Quelle: Guardian